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BeyArs Kunstlexikon - neugierig auf Kunst?
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Taeglich 5 neue Begriffe aus Kunst, Kultur und Geschichte.
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Kunckel
Kunkel, Johann, deutscher Alchimist und Glaskuenstler (geb. zwischen 1637 und 1642 in Stadt oder Kirchspiel Ploen; gest. 1703 in Dreissig-Hufen, das seit 1706 Neudoerfchen heisst und im Kreis Niederbarnim liegt).
Nach seiner Ausbildung zum Apotheker in Hamburg trat Kunckel in die Dienste des Herzogs von Sachsen-Lauenburg. Nach dem Tod seines Arbeitgebers begab sich Kunckel 1660 wieder nach Hamburg und unternahm dann mehrere Reisen, die ihn u. a. in die Niederlande fuehrten, wo er die fuer Apotheker und Alchimisten wichtigen Kenntnisse ueber Chemikalien und Farben erweiterte und sich vielleicht auch schon mit der Glasmacherkunst beschaeftigte. 1667 erhielt er eine Anstellung als "Geheimer Kammerdiener" des Kurfuersten Johann Georg II. von Sachsen und wurde Leiter des Laboratoriums in der Dresdener Venusbastei, in dem *Boettger vierzig Jahre spaeter das *Boettgersteinzeug und spaeter auch das erste europaeische Porzellan herstellte.
Noch im gleichen Jahr (1667) hielt Kunckel Vorlesungen ueber seine alchimistischen Forschungen (Experimentalchemie). 1678 wurde er von Kurfuerst Friedrich Wilhelm von Brandenburg zum Leiter der Glashuette auf der Pfaueninsel bei Potsdam bestellt. Kunckel beschaeftigte sich eingehend mit der Literatur ueber die Glasmacherkunst und publizierte selbst 1679 die Schrift "Ars vitraria experimentalis oder die vollkommene Glasmacherkunst", bei der es sich im wesentlichen um eine Uebersetzung und kritische Eroerterung des 1612 erschienenen Werks "L'Arte Vetraria distinta ..." des Italieners Antonio Neri handelt.
Kunckel hatte als einziger in der Mark das Privileg, farbiges Glas herzustellen, produzierte aber auch *Kristallglas, das u. a. von den Glasschleifern Gottfried Spiller und Martin Winter verziert wurde. Der Ueberlieferung nach pachtete Kunckel die Drewitzer Glashuette nahe Potsdam und stellte dort, aufbauend auf Rezepturen zur Erzeugung von *Rubinglas und den Erkenntnissen des Arztes A. Cassius, das so genannte *Goldrubinglas her, als dessen Erfinder er oft angesehen wird.
Der Kurfuerst starb 1688, wodurch Kunckel seinen Goenner verlor und 1693 ein Angebot des Schwedenkoenigs Karl XI. annahm. Noch im gleichen Jahr erhielt Kunckel in Schweden das Adelspraedikat "von Loewenstern". Nach einem voruebergehenden Aufenthalt in Potsdam reiste Kunckel 1696 wieder nach Schweden, wo er sich als koeniglich schwedischer Bergrat der Kupfergewinnung widmete.
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Vianen, Christian van
Christian van Vianen (geb. 1598), niederlaendischer Silberschmied, Sohn des Adam van Vianen.
1628 Meister geworden, zog Vianen nach London, wo er bis 1647 taetig war. Ein zweiter Englandaufenthalt ist von 1660-1666 belegt. In England arbeitete Vianen als Silberschmied u. a. fuer Koenig Karl I. und veroeffentlichte in dem *Traktat "Modelles artificiels de divers vaisseaux d'argent" (Kuenstlerische Modelle verschiedener Gefaesse aus Silber) sowohl eigene Entwuerfe als auch ausgewaehlte Entwuerfe seines Vaters Adam. Wie es heisst, soll Vianen das so genannte *Knorpelwerk in England bekanntgemacht haben.
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Querschiff
Querhaus, in mittelalterlichen *Basiliken (11.-13. Jh.) der zwischen *Hauptschiff und *Chor quer zum *Langhaus verlaufende Raum.
Das Querschiff kann ein-, zwei- oder dreischiffig sein und ragt oft beidseitig ueber die Bauflucht des Hauptschiffs hinaus, wodurch ein kreuzfoermiger Grundriss entsteht. Die Kreuzungsstelle zwischen Hauptschiff und Querschiff heisst *Vierung. Bei einer als *Ostung bezeichneten Bauweise verlaeuft das Querschiff in N-S-Richtung. Manchmal wird den im Querschiff befindlichen Portalen die gleiche Bedeutung beigemessen wie den im Westen der Kirche gelegenen.
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Cristallo
von den venezianischen Glasmachern des 16. Jh. verwendete Bezeichnung fuer kristallklares duennwandiges Glas. Die Erzeugnisse anderer Glashuetten waren damals durch Verunreinigungen fuer gewoehnlich leicht gruenlich oder braeunlich gefaerbt (*Waldglas).
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Berliner Bildhauerschule
Kuenstlerkreis, dem im 19. Jh. ungefaehr 400 Bildhauer angehoerten, u. a. R. Begas, G. Blaeser, F. Drake, G. Eberlein, A. Gaul, A. Kiss, F. Schaper, F. Tieck und L. Wichmann. Stilistisch unterscheidet man eine 1. von Schadow eingeleitete Periode und eine 2., der Rauch, Tieck und Wichmann angehoerten.
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